explore dance

Netzwerk Tanz für junges Publikum


EXPLORE DANCE #2 – FESTIVAL FÜR JUNGES PUBLIKUM

8. – 10. JULI 2020

Die zweite Ausgabe des jährlich rotierenden explore dance-Festivals findet in München statt, versammelt alle in der Spielzeit 2019/20 entstehenden Produktionen und bietet die Gelegenheit zur Begegnung von Veranstalter*innen und Künstler*innen, dem jungen Publikum, Pädagog*innen und Eltern.

das Projekt

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Mit explore dance - Netzwerk Tanz für junges Publikum gehen die drei Träger
 fabrik Potsdam, Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg
 eine langfristige Kooperation ein und entwickeln eine nachhaltige Struktur zur Produktion zeitgenössischer Tanzstücke für junges Publikum.

Im Rahmen des gemeinsamen Projekts werden in drei Spielzeiten etablierte Choreograph*innen innerhalb des bundesweiten Netzwerks nach Potsdam, München und Hamburg eingeladen, um neue Arbeiten für junges Publikum zu entwickeln und zu präsentieren. Gefördert wird explore dance durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund, einer gemeinsamen Initiative von Kommunen, Bundesländern und der BKM zur Exzellenzförderung im Tanz. Im Rahmen des 6. Internationalen Festivals THINK BIG! im Juli in München wurde das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
 Die erste Spielzeit 2018/19 umfasst insgesamt sechs Uraufführungen, die jeweils in allen drei Partnerstädten gezeigt werden. Jede Partnerstadt produziert zwei Formate,  ein sogenanntes Pop Up, das in Klassenzimmern oder im öffentlichen Raum gezeigt werden kann und eine Bühnen-Produktion. Bereits während der Probenphasen wird ein enger Bezug zum Publikum durch die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen hergestellt. Die erste Plattform in Hamburg wird vom 29.4.-5.5.2019 die Möglichkeit bieten, alle Produktionen innerhalb des Festivals gebandelt zu erleben.
 
 Mit der Gründung eines bundeslandübergreifenden Netzwerks reagieren die drei Städte auf die bestehende Lücke im Kulturangebot für Kinder und Jugendliche sowie auf das verstärkte Interesse und die Nachfrage von Tanzschaffenden, Lehrer*innen und Schüler*innen. Das Netzwerk knüpft dabei an die Erfahrungen der beteiligten Partnerinstitutionen im Bereich der Tanzvermittlung, der Künstlerförderung und der professionellen Tanzproduktion und - präsentation an und bündelt ihre Potenziale. Neben der Schaffung einer übergreifenden Produktionsstruktur mit Residenzen, Workshop-Phasen und Aufführungen werden ergänzende Qualifizierungsformate entwickelt. Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer mit entsprechender Dokumentation zur nachhaltigen Entwicklung des Bereichs stellen wichtige Elemente des Projekts dar. Um eine Vielfalt von Erfahrungen und Ansichten in der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Tanz für junges Publikum zu gewährleisten, vernetzt ein internationaler Beirat explore dance über Deutschland hinaus. Vier Vertreter*innen europäischer Tanz- und Theaterinstitutionen werden beratend bei der Auswahl der Künstler*innen und bei den Fachtreffen eingebunden.
 
 In Kooperation mit Muffatwerk, HochX, Schauburg, Tanztendenz München e.V. 
 und TANZBÜRO MÜNCHEN
 
 

www.explore-dance.de 




MÜNCHEN Spielplan 19/20

Fliegende
Wörter

Ceren oran
 6+

Es beginnt mit einem Klang, der sich in Rhythmus und in Musik verwandelt. Die Tänzer*innen können es kaum erwarten, sich in der Musik fortzubewegen. Die Wörter, die aneinander gekettet sind, fliegen herum und kreieren unterschiedliche Melodien, Choreographien, Bilder und Stimmungen…

„Fliegende Wörter“ ist ein mitreißendes zeitgenössisches Tanzstück, das von zwei Tänzer*innen und einer Musikerin komponiert und aufgeführt wird. Die drei Künstler*innen verwenden unterschiedliche Wortketten, um einen surrealen Fluss zu entwickeln, und ihre Assoziationen werden zu Musik und Tanz. Am Ende erleben sie miteinander und mit den Kindern eine spielerische, kreative Reise und Performance, während sie ein Klassenzimmer oder einen Musiksaal in eine magische Landschaft verwandeln …


Premiere:
0
2. Dezember 2019,
Grundschule am Bauhausplatz 9,
80807 München

Weitere Vorstellung:
03. Dezember 209,
Grundschule am Schererplatz 2,
81241 München

Beide Vorstellungen sind geschlossene Veranstaltungen.
                                                                                                 

Konzept:
Ceren Oran
Choreographie, Performance:
Ceren Oran & Roni Sagi
Musik, Performance:
Gudrun Raber-Plaichinger
Kostüme:
Sigrid Wurzinger
Mentoring:
Moos Van den Broek


Dauer:
ca. 40 Minuten


Mehr Informationen hier.

Libelle

May Zarhy
5+

Was alles kann als Musikinstrument betrachtet werden? Welche Klänge erzeugt Spielzeug? Können wir mit Spielzeug musizieren? Wie müssen wir uns bewegen, um Klänge zu erzeugen? Zu welchem Tanz formieren sich diese Bewegungen?

May Zarhy verzichtet auf konkrete Materialien, die auf bestimmte Bedeutungen und Erzählungen hinweisen, sondern erforscht unterschiedlichste akustische, körperliche und szenografische Materialien, die eigene Bilder und freien Assoziationen der Kinder auslösen. Was dabei entstehen wird, ist ein vielschichtiges Ereignis, ein choreografisches Konzert, und ein Gegenentwurf zum omnipräsenten Bildschirm.


Premiere:
14. Mai 2020, München

Konzert, Choreographie:
May Zarhy
Musik, Sound, Performance:
Elad Bardes
Tanz, Performance:
Susanne Grau, Elpida Orfanidou
Lichtdesign, Objekte:
Eva G. Alonso
Technik:
Fabian Bleisch
Kostüme:
Federico Prottoscutti
Mentoring:
Nico Grüninger


Ort:
Hoch X Theater und Live Art,
Entenbachstr. 37,
81541 München


Mehr Informationen hier.

Vergangene Produktionen 

Shifting Perspective, Diego Tortelli

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 Wer sind die zukünftigen Zuschauer? Wie stark ist deren Wahrnehmung von Bildern und schneller Veränderung geprägt? Wie lässt sich die Erfahrung durch einen Wechsel des Standpunkts verändern? Zu einer Soundinstallation von Francesco Sacco entfaltet sich ein Universum, das auf das situative Erleben sensibilisiert und zur interaktiven Betrachtung einlädt. 

Uraufführung:
28. Februar 2019, München

MOVE MORe morph it!, Anna Konjetzky

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30-minütige Tanz-Performance in Schulen, Galerien, Theaterfoyers, Theaterräumen,
mit der Möglichkeit für anschließende Gespräche, Mini-Workshops oder größeren Workshops zum Tanz und zur Musik (z.B. Live-Vertonung von Bewegung, Foley-Artist)

Wer, wie und was kann ich sein? Dieser Frage geht Anna Konjetzky in ihrem neuen Stück nach. Ein Körper vertont sich selbst und liefert damit den Soundtrack für eine Reise durch verschiedene Identitäten, Selbstentwürfe und phantastische Figuren. 



Uraufführung:
7. Oktober 2018, München

Hamburg 

xoxo, Sebastian Matthias

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Wie fühlt es sich an, wenn mir jemand so nah kommt, dass ich den Atem spüren kann? Soll ich bleiben oder gehen? Was bedeutet es eigentlich, jemandem nahe zu sein? Unsicherheit, Aufregung und Zweifel stehen manchmal dem Wunsch entgehen, andere Körper zu erkunden. Fernab von sexualisierten Bildern im Internet befragt xoxo, was es heißt, einen anderen Körper zu begehren und ermutigt dazu, selbstbestimmt Gefühle auszutauschen. Drei zeitgenössische Tänzer*innen und ein Musiker erkunden mit den Zuschauer*innen Körper-Räume, in denen Menschen miteinander kommunizieren, zueinanderfinden und dabei Berührungen, individuelle Schutzräume und unterschiedliche Formen von Intimität entdecken.

Uraufführung:

14. November 2019,  Hamburg

die choreographie der dinge und geräusche, lucia glass

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Für ihre PopUp-Produktion Die Choreographie der Dinge und Geräusche arbeitet die Choreographin Lucia Glass zusammen mit Clemens Endreß von der Klangmanufaktur für einen Monat als Artist in Residence an der Stadtteilschule Blankenese. Das künstlerische Team erforscht mit Schüler*innen aus den Jahrgängen 5-13, was es bedeutet, den eigenen Körper künstlerisch im Raum zu platzieren. Sie experimentieren mit Gegenständen, die in Bewegung versetzt werden und die in Folge dessen, Geräusche erzeugen. Die daraus entstehenden Ideen finden in Form von choreographischen Szenen ihren Weg in die Aufführung.


Uraufführung:

24. Mai 2019 (Pre-Showings 02./03. Mai 2019), Hamburg

für mich, antje Pfundtner in gesellschaft

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Was wirst Du nicht genug gefragt? Gemeinsam mit ihrem Team hat die Hamburger Choreographin Antje Pfundtner bei Kindern und Jugendlichen nach Antworten auf diese existentielle Frage gesucht – und gefunden. Für mich ist eine Hommage an den Eigensinn, ein Lied auf die Wichtigkeit des Alters und vor allem ein Tanz für die Wut im Bauch und die Schmetterlinge drum herum.


Uraufführung:

22. November 2018,  Hamburg

Potsdam

von hier nach dort, Lee Méir & andré lewski

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Lee und André begeben sich in dieser interaktiver Performance auf ein lebenslustiges Abenteuer: Wie denken Kinder und Erwachsene über das Leben und den Tod ? Was bedeutet Sterben und Unsterblichkeit ? Welche Fantasien haben sie dazu? Wie funktioniert es für Tiere und Menschen? Für Pflanzen und Insekten? Und für so viele andere Dinge? In von hier nach dort wird mit Fantasie und Mut dem großen Unbekannten begegnet. Eine Reise voll von gemeinsamen Musizieren, Singen, Tanzen, sich Verkleiden, Basteln und Bauen, um das Wunder des Lebens zu feiern.


Uraufführung:

23. April 2020,  Potsdam

eine geschichte der welt, dennis deter & lea martini

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Auf der Suche nach Erklärungen begeben sich drei neugierige Forscher*innen
auf eine phantastische Reise und stellen dabei das Theater auf den Kopf. Im Schatten liegt ein ganzes Universum, in den Falten eines Vorhangs stoßen sie auf die gefährliche Welt gewaltiger Riesenechsen und im Scheinwerferlicht tanzen die Moleküle. Sie begegnen Ordnung und Chaos, trotzen allen Widersprüchen und wagen das Unmögliche.

Mithilfe von Weichem und Rundem, von Fingern, Farben und lauten Geräuschen erfinden die drei das hinzu, was bisher in den Schulbüchern vergessen wurde. Zusammen mit dem Publikum tauchen sie ein in Geschichten, die so groß sind, dass vielleicht doch nur der kleine Zeh unterm Vorhang erscheint.


Uraufführung:

29. März 2019, Potsdam


spinne, deufert & plischke

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Im Deutschen hat »spinnen« viele Bedeutungen. Es bezeichnet u.a. die Kunst, einen Faden herzustellen und zu ziehen, einen Gedanken zu verfolgen, zu grübeln, etwas so zu übertreiben, dass es unglaubwürdig und wunderlich erscheint, und es bezeichnet auch das Tier, vor dem sich viele Menschen fürchten. Spinnen sind Tiere, die Fäden aus sich herausziehen und beeindruckend schöne Netze weben können, die manchmal nur bei Helligkeit sichtbar werden.

Deufert&plischke nehmen sich das (Fäden)Spinnen zum Thema, um gemeinsam mit Kindern der Freien Schule Potsdam eine Performance entstehen zu lassen, welche sich zwischen Sprache und Tanz bewegt. Begonnen auf dem Papier mit Stift, Wolle und Farben, wandern die Akteur*innen mit dem Körper und den Sinnen in den Raum. Alle sind gefragt, ihre eigenen Geschichten, Gedanken, Wünsche und Erlebnisse mitzubringen und sich in ihnen zu verbinden und zu vernetzen. So entwickelt sich ein Tanz im Durcheinander von Zeit, Raum und Menschen und nicht nebeneinander.


Uraufführung:

28. November 2019, Freie Schule Potsdam

ononon, clement layes / public in private

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Zipp, Krap, Bang, tschhhh.. Eine riesige Holzkiste! Drumherum, drinnen und darauf entfaltet sich eine rhythmische und klangvolle Geschichte. Da entdeckt man eine Hand, hier sieht man einen Kopf. Ist er schon wieder verschwunden? Was verbirgt sich in der Kiste? Und was genau entfaltet sich daraus? Bewegungen und Geräusche wiederholen sich, bauen aufeinander auf und verschwinden wieder. Und doch bevor man es bemerkt, hat uns der Rhythmus in eine andere Schleife mitgenommen. Clément Layes entwickelt das erste Pop-Up im Rahmen von explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum. Das Pop-Up versteht sich als ein mobiles Stück, das sowohl in Klassenzimmern als auch im öffentlichen Raum plötzlich auftauchen kann. Der Choreograph beendet mit ONONON eine Performancereihe, in der er das Erscheinen und Verschwinden und den daraus entstehenden Rhythmus erforscht. Clement lud Kinder der Freien Schule Potsdam ein, mit ihm und seinem Team in einen künstlerischen Dialog zu treten und sich über Gedanken und Ideen auszutauschen.


Uraufführung:

4. April 2019, Potsdam


eine geschichte der welt, dennis deter & lea martini

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Auf der Suche nach Erklärungen begeben sich drei neugierige Forscher*innen
auf eine phantastische Reise und stellen dabei das Theater auf den Kopf. Im Schatten liegt ein ganzes Universum, in den Falten eines Vorhangs stoßen sie auf die gefährliche Welt gewaltiger Riesenechsen und im Scheinwerferlicht tanzen die Moleküle. Sie begegnen Ordnung und Chaos, trotzen allen Widersprüchen und wagen das Unmögliche.

Mithilfe von Weichem und Rundem, von Fingern, Farben und lauten Geräuschen erfinden die drei das hinzu, was bisher in den Schulbüchern vergessen wurde. Zusammen mit dem Publikum tauchen sie ein in Geschichten, die so groß sind, dass vielleicht doch nur der kleine Zeh unterm Vorhang erscheint.


Uraufführung:

29. März 2019, Potsdam


 
explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum ist ein Kooperationsprojekt von fabrik moves Potsdam, Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg. Es wird gefördert durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, sowie der Stadt Potsdam und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.


explore-dance.de